Vin cuit


Der Name Vin cuit – auf Deutsch „gekochter Wein“ – führt den Leser zunächst in die Irre, besteht er doch aus eingekochtem Apfel- oder Birnensaft und nicht aus Wein. Im Freiburgerland verwendet man für gewöhnlich die Poire à Botzi, die diesem sirupähnlichen Birnendicksaft sein besonderes Aroma verleiht. Da Zucker früher sehr teuer war, haben viele Vin cuit als Ersatzprodukt genutzt. Der Vin cuit ist eine der Hauptzutaten des beliebten Kilbi-Senfs. Er wird aber auch in Desserts sehr geschätzt, zum Beispiel auf Torten oder zu einer Kugel Vanilleglace. Hierzulande dienen die kulinarischen Spezialitäten oft als Vorwand für gesellige Festlichkeiten – lassen Sie sich also die jährliche „Fête du Vin cuit“ in Grangettes keinesfalls entgehen!